Ein Projekt beginnt mit fünf Clips und endet mit Kamerakarten, Tondateien, Grafiken, Musik, Proxys und mehreren Abgaben. Wenn alles im selben Ordner liegt, wird eine spätere Korrektur unnötig schwierig. Die Struktur sollte daher nicht nur den ersten Schnitt erleichtern, sondern auch zeigen, welche Dateien unverändert bleiben und welche neu erzeugt werden können.
Wenige klare Hauptbereiche verwenden
Für ein kleines Projekt können Bereiche wie Originalmedien, Projektdateien, Grafiken, Audio und Exporte genügen. Innerhalb der Originalmedien bleiben Karten nach Kamera und Drehtag getrennt. Bewahre formatabhängige Unterordner zusammen auf. Ein Name wie „Kamera_A_Karte_03“ ist hilfreicher als „neu“ oder „sonstiges“.
Lege fest, wo abgeleitete Dateien liegen. Proxys, Vorschaurenderings und Cachedateien sind nicht dasselbe wie Originale. Manche davon lassen sich erneut erzeugen, andere sind für den schnellen Austausch trotzdem nützlich. Kennzeichne sie entsprechend, statt sie zwischen unveränderte Kameradateien zu mischen.
Projektordner und Programmablagen unterscheiden
Ordner im Dateisystem bestimmen den tatsächlichen Speicherort. Ablagen oder Bins im Schnittprogramm organisieren dagegen die Ansicht und Referenzen. Eine Datei in eine andere Bin zu verschieben bedeutet gewöhnlich nicht, dass sie auf dem Laufwerk umgezogen ist. Kontrolliere diese Unterscheidung, bevor du vermeintlich aufgeräumte Dateien außerhalb des Programms löschst.
Halte Medienpfade möglichst innerhalb des Projektzusammenhangs. Eine einzelne Grafik vom Desktop kann beim Weitergeben fehlen, obwohl das Projekt auf dem eigenen Rechner problemlos öffnet. Prüfe externe Verweise vor einem Austausch und sammle benötigte Dateien mit der dafür vorgesehenen Funktion oder einem nachvollziehbaren manuellen Verfahren.
Versionen lesbar benennen
Verwende für Projektstände und Exporte eine einheitliche Kennung, etwa Projekt, Datum und Versionsnummer. „final_neu_wirklichfinal“ erklärt nicht, welche Fassung freigegeben wurde. Eine separate Notiz kann den Status und die wesentliche Änderung festhalten. Bewahre ältere Projektstände auf, ohne sie mit aktuellen Abgabedateien zu verwechseln.
Teste die Struktur aus Sicht einer anderen Person: Lassen sich Originale, aktuelles Projekt und veröffentlichte Fassung ohne Erklärung finden? Öffne das Projekt nach Möglichkeit aus einer kopierten vollständigen Arbeitsumgebung und prüfe fehlende Medien. Eine gute Ordnung ist nicht besonders tief verschachtelt, sondern beantwortet diese konkreten Fragen zuverlässig.