Wenn Kamera und Tonrecorder unabhängig laufen, beginnen ihre Dateien selten im selben Moment. Ein Klappenschlag schafft einen Bezugspunkt, der im Bild als Kontakt und im Ton als kurzer Impuls erkennbar ist. Er korrigiert zunächst den Startversatz. Er garantiert nicht, dass zwei lange Aufnahmen über ihre gesamte Dauer exakt gleich schnell laufen.

Erst beide Aufnahmen starten

Kontrolliere die laufende Kamera und den laufenden Recorder, bevor geklatscht wird. Sprich eine kurze Kennung, beispielsweise „Interview, zweite Einstellung, Take drei“. Halte eine Klappe oder die Hände so ins Bild, dass der Kontakt deutlich sichtbar ist. Ein einzelner sauberer Schlag ist leichter zuzuordnen als mehrere schnelle Klatscher.

Halte den Schlag nicht direkt an ein empfindliches Mikrofon oder an das Ohr der Person. Er soll erkennbar sein, nicht unnötig laut. Warte danach einen Moment, bis alle wieder ihre vorgesehene Haltung einnehmen. Das Mikrofon muss auch beim eigentlichen Gespräch an der getesteten Position bleiben.

Den Bezugspunkt im Schnitt suchen

Vergrößere die Tonwellenform und suche den steilen Impuls. Gehe im Bild zum Moment des Kontakts. Richte beides gegeneinander aus und kontrolliere anschließend eine gesprochene Stelle. Je nach Bildrate liegt der sichtbare Kontakt zwischen Einzelbildern; Audio lässt sich in manchen Programmen feiner verschieben als das Bildraster.

Ein deutlicher Klatsch auf dem Kameraton erleichtert den Vergleich mit dem externen Ton. Wenn die Kamera weit entfernt steht, kann die Schalllaufzeit einen kleinen Unterschied erzeugen. Für die endgültige Beurteilung sind deshalb Lippen und Sprache wichtiger als blindes Übereinanderlegen zweier Spitzen.

Sonderfälle eindeutig kennzeichnen

Wurde die Klappe am Anfang vergessen, kann am Ende eines noch laufenden Takes ein klar angekündigter Endschlag aufgenommen werden. Notiere diesen Umstand. Stoppe nicht vorher den Recorder, sonst fehlt der gemeinsame Punkt erneut. Bei mehreren Kameras sollte der Schlag in den benötigten Ansichten sichtbar sein oder über einen brauchbaren Referenzton zugeordnet werden können.

Prüfe nach der Synchronisation außerdem die Mitte und das Ende längerer Aufnahmen. Wächst die Abweichung, handelt es sich nicht nur um einen Startversatz. Bewahre die Klappe in den Originaldateien auf, auch wenn sie im fertigen Video entfernt wird. Sie bleibt ein nützlicher Bezugspunkt, wenn später neu synchronisiert werden muss.